2. Dreads erstellen

Welche Einteilungen sind möglich?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die einzelnen Strähnen für die kommenden Dreads einzuteilen. Welches Muster es letztendlich werden soll hängt vom Geschmack des zukünftigen Trägers und dem Können des Erstellers ab.

 

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einfaches Schachbrettmuster

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versetztes Schachbrettmuster

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Routenmuster

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Wabenmuster

 

 

 

 

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am Scheitel orientiert

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Random eingeteilt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer wenig oder dünnes Haar hat, wird in der Regel weniger Dreads bekommen, als bei einer dicken Mähne. Das bedeutet, dass die Kopfhaut zwischen den Dreads eher sichtbar sein wird. Um die Kopfhaut so gut wie möglich abzudecken sind meiner Meinung nach das Routen- oder das Wabenmuster besonders gut geeignet.

Welche Methoden zur Dreaderstellung gibt es?
Ich stelle hier nur drei Methoden vor, da diese die Bekanntesten sind und ich mich mit den anderen kein Stück auskenne =)

1. Die Backcombing-Methode: Mit der einen Hand hält man eine abgeteilte Strähne unten an der Spitze fest, mit der anderen Hand toupiert man die Strähne von der Spitze bis zum Haaransatz mit einem feinzinkigem Nissenkamm aus Metall. Anschließend wird die toupierte Strähne zwischen den beiden Handflächen hin und hergerollt, bis eine filzige Strähne entsteht. Das Reiben zwischen den Handflächen nennt man Palm-rolling. Wenn nötig kann man nun die Filzsträhnen mit einer Häkelnadel schön festhäkeln. Verschiedene Häkelmethoden erkläre ich im nächsten Post mit dem Thema „Dreadpflege“.

2. Die Twist&Rip-Methode/Strähnchen-Methode: Man nimmt eine abgeteilte Strähne und zwirbelt sie an der Spitze. Anschließend teilt man die Spitze in zwei Teile und zieht die Spitzen bis zum Ansatz auseinander. Wenn man möchte, kann man diese beiden Teile nun noch mal teilen. Anschließend schließt man die Spitze wieder und beginnt von vorne. Dieses Zwirbeln und Teilen macht man, bis die ganze Haarsträhne schön verfilzt ist.

3. Die Rubbel-Methode: Diese Methode unterscheidet sich von den anderen Methoden vor allem darin, dass man das Haar nicht bearbeitet und anschließend einen Kopf voller fertiger Dreads hat, sondern sie entstehen hier in einem langwierigen Prozess. Ein Vorteil ist, sie eignet sich besonders für kurzes Haar und ist ab ca. 5cm Haarlänge möglich. Trotzdem gilt auch hier: Je länger das Haar desto besser filzt es. Ein Nachteil ist, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis man richtig verfilzte Dreads hat. Die Haare werden vor Beginn ordentlich strapaziert, z.B. durch das Waschen mit Kernseife oder durch Blondierung, dadurch werden sie trocken und filzen besser. Die Haare sollten nur im trockenen Zustand behandelt werden, sonst ziehen sich einzelne Haare wieder heraus. Nach der Vorbereitung geht es los: Man nimmt einen Waschlappen oder ein Handtuch und beginnt nun in kreisförmigen Bewegungen mit immer wieder verändertem Radius die Haare auf der Kopfhaut zu reiben. Genug „gerubbelt“ hat man schließlich, wenn die Haare leicht verfilzt vom Kopf abstehen. Nun kann man durch Palm-rolling wenn man möchte einzelne Dreads definieren, oder aber man lässt der Natur freien lauf. In den ersten 3-4 Wochen sollten die Haare täglich ca. 30 Minuten bearbeitet werden, danach sollte man es nach und nach reduzieren, um Abbrechen der Haare zu vermeiden.
Fettiges Haar filzt nicht, daher sollte man sich (zwar seltener als vorher, aber) regelmäßig das Haar mit Duschgel oder austrocknenden Shampoo waschen, z.B. Anti-Schuppen-Shampoo, Silber-Shampoo oder Tiefenreinigungsshampoo ohne Silikone. Nach dem Waschen das nasse Haar nur ausdrücken und abtupfen und nicht rubbeln, um die Verfilzungen nicht zu lösen.
Durch diese Methode kann man sehr feine und gleichmäßige Dreads erhalten, doch nicht jeder hat so viel Geduld für diese zeitintensive Behandlung.

Wann verfilzen Dreads richtig?
Nach dem Erstellen von Dreads sind diese noch lange nicht fertig. Man könnte eher sagen, der Grundstein ist gelegt und die Reise kann beginnen. Denn das Filzen ist leider nichts, was von heute auf morgen erledigt werden kann, sondern ein Prozess. Je nach Haartyp, Pflege, Waschroutine etc. brauchen Dreads etwa ein halbes bis ein Jahr, bis sie schön fest verfilzt sind.

Die Spitzen
Man kann die Spitzen der Dreads entweder offen lassen, oder man häkelt die Haare der Spitzen mit ein, so erhält man geschlossene Spitzen. Wofür man sich entscheidet ist reine Geschmackssache und natürlich dem Träger überlassen. Wer sich unsicher ist, sollte die Spitzen lieber erstmal offen lassen, im Nachhinein können sie schließlich immer noch geschlossen werden =) Es geht natürlich auch andersrum, auch Spitzen lassen sich nachträglich öffnen, jedoch ist das dann natürlich zeitintensiver. Wer geschlossene Spitzen möchte sitzt länger beim Erstellen der Dreads, da das Einhäkeln der Spitzen natürlich viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, als sie einfach offen zu lassen.

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Geschlossene Spitzen

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Offene Spitzen

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